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Frankfurter Stadtteile
Baby-Entführungsfall aufgeklärt
Klinikum Frankfurt Höchst sieht sich gemeinsam mit den Eltern als Opfer
Sicherheitsmaßnahmen werden erhöht
(11.12.10) Frankfurt „Wir sind immer noch schockiert von der Kindesentführung. Unser Mitgefühl gilt den Eltern des Kindes, welche wir mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Um so größer ist unsere Freude und Erleichterung, dass dank des polizeilichen Großeinsatzes und der aktiven Unterstützung unserer Mitarbeiter sowie der Bevölkerung das Kind noch am Abend des Entführungstags gefunden und wohlbehalten zurück zu den Eltern gebracht werden konnte. Unser besonderer Dank gilt den Ermittlungsbehörden, die - das haben wir alle gespürt - auch mit ihrer ganz persönlichen Anteilnahme alle nur erdenklichen Maßnahmen ergriffen haben. Die Mitarbeiter unserer Klinik sind in ihrem Selbstverständnis zutiefst getroffen worden. Wir sind gemeinsam mit den Eltern Opfer einer Entführungsfalles", erklärte Dr. med. Christof Kugler, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Frankfurt Höchst am Freitag im Rahmen des gemeinsamen Pressetermins mit den Ermittlungsbehörden.

Als Täterin wurde eine 28jährige Frau ermittelt, die mit ihrer lesbischen Lebensgefährtin in Hattersheim lebt.

"Der Vorfall ist seit Bestehen der Geburtshilfe einmalig im Klinikum", so Dr. Kugler. Pro Jahr werden hier zwischen 1700 und 1900 Kinder geboren. Die Geburt eines Kindes gilt als ein ganz besonderer Augenblick für die werdenden Eltern. Deshalb bleiben Mutter, auf Wunsch mit dem Vater, und Kind in der Regel nach der Entbindung eng zusammen. Dies gilt für den Aufenthalt im Kreißsaal als auch auf den Geburtsstationen, in den speziellen Eltern-Kind-Zimmern oder Rooming-In-Zimmern. "Das Klinikum Frankfurt Höchst betreibt eine offene, familienorientierte Geburtshilfe mit freiem Zugang der Besucher. Eine Geburt ist ein einmaliges, freudiges Ereignis, welches nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet. Wir verstehen uns als Teil der freien Bürgergesellschaft dieser Stadt und sind daher besonders verletzt über diesen Vertrauensbruch", unterstreicht Dr. Kugler, "Wir analysieren alle kritischen Ereignisse im Klinikum und werden auch in diesem Fall entsprechend verfahren und dies zum Anlass nehmen, den Sicherheitsstandard im Klinikum und auf den Geburtsstationen zu erhöhen, die dabei helfen, solche Vorkommnisse zukünftig zu vermeiden. Ich bitte um Verständnis, dass ich hierzu weitere technische Einzelheiten in der Öffentlichkeit nicht benennen kann."

Pro Jahr erblicken im Klinikum Frankfurt Höchst zwischen 1800 und 1900 Kinder das Licht der Welt. Das Spektrum der Geburten in der Klinik unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Volker Möbus reicht dabei von der ambulanten Spontanentbindung bis hin zur Betreuung von Risikoschwangerschaften. Rund um die Uhr kümmern sich mindestens zwei Hebammen und drei Geburtshelfer um die Patientinnen im Kreißsaal. Zur Verfügung stehen zwei Vorbereitungsbäder, drei Wehenzimmer, fünf gut ausgestattete Kreißsäle mit bequemen Entbindungsbetten, eines davon mit Gebärbadewanne. Für individuelle Wünsche der Gebärenden finden auch Sprossenwand, Gebärhocker, Homöopathie Einsatz. Bei Komplikationen und Risikogeburten verfügt die Klinik als Perinatalzentrum Level 1 über die medizinisch höchstmögliche Stufe. Anästhesisten und Kinderärzte sind durchgehend anwesend. Ein Kaiserschnitt-OP direkt im Kreißsaal ermöglicht Schnittentbindungen in kürzester Zeit. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit Neugeborenenintensivstation versorgt Frühgeborene und Säuglinge mit Startschwierigkeiten nach den modernsten Standards.
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