(05.12.11) Nach sieben Wiederaufnahmen und insgesamt 77 Vorstellungen wurde Alfred Kirchners Tosca-Inszenierung 2008/09 vom Spielplan genommen und 2010/11 durch die Neuproduktion von Andreas Kriegenburg ersetzt. Die Spannung war groß, wie diese Sicht auf das Meisterwerk von Giacomo Puccini (1858-1924) ausfallen würde, einem der beliebtesten Titel des Repertoires. Weder das Publikum noch die Presse zeigte sich enttäuscht, und so konnte man nach der Premiere am 16. Januar 2011 lesen: „Rundum fulminant ging es zu. Große Stimmen, ein prachtvoll disponiertes Orchester, klare Bilder, eine perfekte Inszenierung.“ Nun wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen.

Zur Handlung dieses „Opern-Krimis“: Im Rom des Jahres 1800 versucht die schöne Sängerin Floria Tosca, ihren Geliebten, den Maler Mario Cavaradossi, aus den Fängen des brutalen Polizeichefs Scarpia zu retten. Dieser fordert als Preis für die Freilassung des Malers von Tosca eine gemeinsame Nacht, danach sollen sie und Cavaradossi, vertuscht durch die Scheinhinrichtung des Geliebten, Rom unbehelligt verlassen dürfen. Tosca willigt ein. Im Affekt ersticht sie den überraschten Scarpia, der aber selbst im Tod die Zügel des Geschehens fest in der Hand hält...

Tosca spielt eine zentrale Rolle im Repertoire der ukrainischen Sopranistin Oksana Dyka. Sie sang die Partie bereits an den Opernhäusern von Rom und Mailand sowie in der Arena di Verona. Weitere Auftritte in London und Paris sind geplant. Ihr Deutschland-Debüt gab die junge Sängerin übrigens 2008/09 in Frankfurt als Giorgetta in Il tabarro innerhalb Puccinis Il trittico. Mit Oksana Dyka alterniert die Chinesin Hui He, Gast an den größten Opernbühnen der Welt. Puccinis Dauerbrenner führte sie bereits gleichfalls nach Mailand und Verona. Željko Luèiæ gilt am Main seit seiner zehnjährigen Zugehörigkeit zum Frankfurter Ensemble als absoluter Publikumsliebling. Seit 2008 ist er freiberuflich tätig, kehrt aber immer wieder gerne auf die Bühne seines einstigen Stammhauses zurück. Als Scarpia debütierte er im Februar 2011 an der Mailänder Scala. Mit Željko Luèiæ alterniert in dieser Aufführungsserie der italienische Bariton Giorgio Surian, der sich in Frankfurt 2010/11 mit den vier Bösewichtern in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen vorstellte. Seine Darstellung des Scarpia beim Puccini Festival Torre del Lago wurde auf DVD aufgezeichnet. Erst kürzlich war der koreanische Bariton Sungkon Kim als Frank in der Wiederaufnahme von Korngolds Die tote Stadt zu erleben, nun alterniert das Frankfurter Ensemblemitglied als Angelotti mit dem premierenbewährten Vuyani Mlinde. Als Alternativbesetzung des Cavaradossi steigt der bulgarische Tenor Kamen Chanev nach seinem Rollen- und Hausdebüt als Verdis Don Carlo 2010/11 in Frankfurt neu in die Produktion ein. Angeführt von Alfred Kim (Cavaradossi) sowie dem Frankfurter „Urgestein“ Franz Mayer (Mesner) haben alle übrigen Ensemblemitglieder ihre Partien bereits – teilweise als Alternativbesetzungen – in der Premierenserie verkörpert. Zum ersten Mal bei dieser Produktion steht hingegen Kapellmeister Hartmut Keil am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.
Wiederaufnahme: Freitag, 9. Dezember 2011, um 19.30 Uhr im OpernhausWeitere Vorstellungen: 15., 23., 25. Dezember 2011, 13., 15., 27. Januar 2012
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 13 bis 100 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf (069)21249494 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es nen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.
Fotos: Monika Rittershaus