(12.12.11) Am Dienstag, 13. Dezember, hält Dr. Gerd Brüne einen Bildvortrag über Bildnis und Geschichte oder wie das Alte Reich in der „Kaisergalerie“ lebendig blieb. Die Veranstaltung im Museum Giersch (Schaumainkai 83) beginnt um 19 Uhr. Eintritt: 3,- €.
Der Kaisersaal im Frankfurter Römer erinnert an den Glanz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Hier fanden die Festbankette nach Wahl und Krönungsfeiern zum König oder Kaiser statt. Bis heute erinnert die sogenannte „Kaisergalerie“ an diese geschichtliche Bedeutung des Saals. Seit 1711 ist die Existenz einer Herrscherbildnisreihe im Römer belegt.
Zum 300jährigen Jubiläum 2011 widmet sich der Vortrag im Museum Giersch der verlorenen, alten Kaisergalerie und dem Weg zu ihrer romantischen Neuschöpfung, die bis heute Einwohner wie Besucher Frankfurts in Bann zieht.
Während man heute den Kaisersaal mit seinem Bildprogramm offiziell vor allem als Ausweis der historischen Tradition der Mainmetropole als Europastadt sehen möchte, erweist sich dieser Raum im Rückblick als einer, der in den vergangenen drei Jahrhunderten durchaus noch andere Auslegungen erfuhr. Gefragt wird nach dem Aussehen der im Zweiten Weltkrieg endgültig zerstörten Wandgemälde und davon ausgehend nach ihrer Funktion und ihrer Bedeutung für die Wahlstadt der römisch-deutschen Kaiser und Könige. Schließlich wird es aber auch um Besonderheiten der heutigen Porträtgalerie gehen, die sich aus der Kritik des 19. Jahrhunderts an den alten Bildnissen herleiten lassen. (
www.kulturellesfrankfurt.de,
www.museum-giersch.de)