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Kultur (Frankfurt)
Thomas Demand spricht über seine Arbeit im Metzler-Saal
 
 
(19.12.11) Im Rahmen der Vortragsreihe „Standpunkte zur Kunst“ spricht der Künstler Thomas Demand am Dienstag, 20. Dezember, mit Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst im Städel. Es geht dabei von 19 Uhr an um seine Arbeit im historischen Metzler-Saal, die Installation „Saal“. Die Installation bedeckt alle vier Wände des Veranstaltungsraums mit einem illusionistischen purpurfarbenen Vorhang, der sich bei genauerer Betrachtung als optische Täuschung offenbart.

Demand wird einen Einblick in seine künstlerische Arbeit geben und „Saal“ in seinem Gesamtwerk verorten. Vorhänge treten in den Arbeiten Thomas Demands seit einigen Jahren verstärkt in Erscheinung. In der Vergangenheit waren sie auch in ihrer realen Ausführung Teil der Gesamtinszenierung seiner Fotografien. Im anschließenden Gespräch werden die zentralen Aspekte der für Demand typischen Arbeitsweise thematisiert. Die Rauminstallation ist das größte bislang für ein Museum konzipierte Werk des Berliner Künstlers.

„Saal“ entstand als Reproduktion des Papiermodells eines Vorhangs, das in einem Fotostudio im Maßstab 1:1 aufgebaut und fotografiert wurde. Demand hat die Aufnahme im Transferdruckverfahren auf eine textile Wandbespannung aus Kunstfaser übertragen. Der bedruckte Stoff wurde auf hochkantige Paneele gespannt, die mittels Magneten an den Wandflächen fixiert sind.

„Saal“ wurde aus Mitteln des Städelkomitees 21. Jahrhundert erworben. Produziert und gefördert wurde die Arbeit von dem dänischen Textilunternehmen Kvadrat. Die Veranstaltung findet im Metzler-Saal des Städel Museums, Schaumainkai 63, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter Telefon (069)605098200 oder per E-Mail an info@staedelmuseum.de ist erforderlich.

Thomas Demand wurde 1964 in München geboren und studierte Bildhauerei in Düsseldorf und London. Der Künstler lebt und arbeitet derzeit in Berlin und Los Angeles. Seine Werke waren bislang in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, unter anderem in den Hamburger Deichtorhallen, der Nationalgalerie Berlin, der Londoner Tate Modern, dem Museum of Modern Art oder dem Guggenheim Museum in New York, zu sehen. In der Sammlung des Städel ist Thomas Demand bereits mit seiner zentralen Arbeit „Büro, 1995“ (2007) vertreten.

Kommende Vorträge in der Reihe „Standpunkte der Kunst“ im Metzler-Saal:
Donnerstag, 5, Januar 2012, 19 Uhr: Mario-Andreas von Lüttichau: Thomas Mann und Max Beckmann. Treffen im Fiktiven
Donnerstag, 12. Januar, 19 Uhr: Bodo Brinkmann: Imagepflege: Die Cranach-Werkstatt und das Reformatoren- und Humanistenporträt
Donnerstag, 19. Januar, 19 Uhr: Sabine Schulze: Kennst du das Land… Über Goethe und die Kunst
Donnerstag, 26. Januar, 19 Uhr: Barbara und Eduard Beaucamp im Gespräch mit Jochen Sander: Die Schenkung des Madonnengemäldes von Guercino an das Städel Museum
Donnerstag, 9. Februar, 19 Uhr: Jochen Sander: Ein kapitaler Neuzugang: Raffael und das Bildnis Papst Julius II.
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