(19.12.11) Der Intendant der Oper Frankfurt, Bernd Loebe, hat am Samstag, 17. Dezember, die Sopranistin Barbara Zechmeister zur Kammersängerin ernannt. Die Künstlerin ist seit 1996 im Ensemble der Oper Frankfurt engagiert und sang am Abend in der Wiederaufnahme von Johann Strauß' Operette Die Fledermaus die Partie der Rosalinde. Zur Überraschung aller trat Loebe beim Schlussapplaus vor den Vorhang und verkündete die frohe Nachricht. Am meisten verblüfft war wohl Barbara Zechmeister selbst, hatte Loebe doch die Ehrung als große Überraschung in aller Stille vorbereitet.

Barbara Zechmeister
Foto: Barbara Aumüller
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Zu Barbara Zechmeisters Frankfurter Repertoire gehören Partien von der Klassik bis zur Moderne. In der aktuellen Spielzeit 2011/12 stehen bzw. standen u.a. Auftritte als Mother Goose in der Neuproduktion von Strawinskys The Rake's Progress und erneut Despina in Christof Loys mehrfach ausgezeichneter Così fan tutte in ihrem Kalender. Weitere wichtige Rollen in Frankfurt waren u.a. Gräfin Almaviva (Die Hochzeit des Figaro), Donna Elvira (Don Giovanni), Erste Dame (Die Zauberflöte), Clorinda (Rossinis Aschenbrödel), sowohl Musetta als auch Mimì (La Bohème), Freia (Das Rheingold), Marguerite (Gounods Faust), Marie (Die verkaufte Braut), Lady Macduff (Blochs Macbeth), Donna Clara (Zemlinskys Der Zwerg), Grigori Frids Anne Frank, Miss Jessel (Brittens The Turn of the Screw), Salud (de Fallas Das kurze Leben), Sopran in Pintschers L'espace dernier, die Schwester in Sallinens Kullervo und Livia in der Uraufführung von Glanerts Caligula. Gastengagements führten Barbara Zechmeister an renommierte Bühnen im In- und Ausland, z.B. nach Mannheim, Hannover, Stuttgart, Essen, Rouen und Lissabon sowie zum Wexford Festival.
"Kammersänger" bzw. "Kammersängerin" (Abk. Ks.) ist ein Ehrentitel für Sänger, der die bisherige künstlerische Arbeit bzw. das Lebenswerk auszeichnet. Der Titel wird ohne finanzielle Dotierung in der BRD und in Österreich verliehen.