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TuS Kriftel ehrte „treue Mitglieder“
(22.12.11) Kriftel - In der Ehrungsmatinee der Turn- und Sportgemeinde 1884 Kriftel (TuS) gelang es dem Vorsitzenden des Vereinsrings Kriftel, Bodo Knopf, dem Motto der Matinee „Wir danken unseren treuen Mitgliedern!“ auch eine aufschlussreiche und verbindliche Wendung zu geben: „Das schönste Dankeschön ist immer das öffentliche!“ Das gefiel den Empfängern von Vereinsdank und den weiteren Gästen.
TuS-Vorsitzender Paul Dünte erinnerte in seiner Begrüßung an Mitglieder, Gäste und Ehrengäste im Foyer des Rat- und Bürgerhauses an die TuS als einen Verein, der auch den Turngau Main-Taunus mitgegründet hatte. Der Turngau hatte nämlich jüngst zwei aktive TuS-Mitglieder, Petra Fraßmann und Anja Sievers, für ihren sportlichen Einsatz über Jahrzehnte geehrt. Der Sport führe dazu, an ihm und an Gesellschaft zugleich Gefallen zu finden, führte der Erste Vorsitzende aus. Das habe auch der ehrwürdige „Turnvater Jahn“ erkannt, als er das „Du“ als obligatorische Anrede unter Sportlern angeregt habe. Mit Blick auf die TuS der vergangenen Jahre sprach Dünte von einer „hervorragenden Bilanz“ des größten Vereins in der Gemeinde und des drittgrößten im Kreis: Er hat jetzt über 1.800 Mitglieder.
Die Ehrungsmatinee sah Ehrungen für Mitglieder vor, die dem Verein bereits seit 25, 40, 60 und 65 Jahren die Treue halten. Der Vorsitzende warb bei ihnen darum, „aktiv dabei zu bleiben“, wie er seinen Vorstand bat, mit ihm ebenfalls die Geschicke des Vereins weiterhin zu lenken.
65 Jahre in der TuS Vermutlich sind es für die frühere Handballspielerin und Torfrau Fanni Fronauer bereits 70 Jahre, in denen sie zur TuS steht, in denen sie viele Bälle gehalten und Siege sichern half. Aber da die Vereinsstatistik damals erst das Eintrittsalter zwölf oder 14 Jahre festhielt, wurden die allerersten „Aktivitäten“ von Fanni Fronauer im Verein nicht mitgezählt.
„Mister TuS“ gibt es in der TuS-Geschichte nur einmal und voraussichtlich nie mehr wieder: Herbert Müller trat 1946 ein und machte „Karriere“ bis hoch in den Vorstand, zum Ersten Vorsitzenden über mehr als 30 Jahre und jetzt als Ehrenvorsitzender. Rund 50 Jahre Vorstandsarbeit heben ihn in der 127-jährigen Vereinsgeschichte auf einen Sockel der Anerkennung für seine Leistung und haben den Ehrenvorsitzenden durch seinen weiteren vielschichtigen Einsatz für Sport, Politik und Gesellschaft in Kriftel auch in die Würde der Ehrenbürgerschaft geführt, die er präsent und würdig in der Gemeinde vorstellt. Dafür gebührt ihm auch Dank und Anerkennung.
60 Jahre in der TuS Käthi Finger, jetzt 60 Jahre in der TuS, zählt in der langen TuS-Geschichte auch zu ihrer „Legende“. Ihr ist ihre dauerhafte Aktivität für den Verein wie die gesellige Motivation zu danken, über die der Ehrenvorsitzende immer wieder mit Begeisterung spricht. Einen „Stützpfeiler der TuS“ nannte Dünte die Kriftelerin jetzt anlässlich ihrer verdienten Ehrung.
40 Jahre in der TuS Telse Riecke, Hiltrud Weigand und Herbert Bernecker haben mit ihrer bisher schon langjährigen Mitgliedschaft gewissermaßen die Weichen gestellt, auch einmal in höchst langjährige Vereinstreue und ihrer Würdigung aufzusteigen. „Alle haben sich verdient gemacht!“ versicherte ihnen der Vorsitzende zum Abschluss aller Ehrungen dieser Matinee.
25 Jahre in der TuS Das ist auch schon ein Viertel vom Jahrhundert und lässt die Vermutung zu, dass es noch mehr Jahre werden. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Elfriede Meicher, Gerlinde Plankl, Heidi Raumer, Jürgen Matyschok, Christian Schwarz, Markus Tänzer, Irmgard Erbes und Klaus Traversin.
Vereinskultur und „sportliches Kriftel“ Der Vereinsringvorsitzende sieht in der Vereinsmitgliedschaft über lange Jahre auch „ein Zeichen für Vereinskultur“. Sie strahlt aus und bestimmt das gesellschaftliche Miteinander außerhalb des Vereins. Bürgermeister Christian Seitz setzte den Akzent seiner Ansprache auf das „sportliche Kriftel“, das es zu erhalten und zu fördern gelte. Gerade jetzt sei für ihn wieder die Zeit gekommen, in den zahlreichen Weihnachtsfeiern den Vereinen die Unterstützung der Gemeinde zu versichern. Sie gehe weit über Worte hinaus und schließe auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit die finanzielle Förderung ein.
Kultur in Matinee Vom Männerchor des Gesangvereins Liederkranz war aufmunternder Gesang wahrzunehmen, der auch zum Schluss mit dem Lied „Stille Nacht“ das Empfinden der Besucher in die Adventszeit rückte. Zudem vernahmen die Gäste dieser Matinee einen Auszug aus der alten Evangeliendichtung „Heliand“, rezitiert von Wilhelm Meyer, und hatten danach das aktive und anhaltende Vergnügen, dem Mundartkünstler Rainer Weisbecker zu folgen, der mit Mundart – „Frankfurterisch“ und auch „Jiddisch“ - unterhielt und damit im Publikum auf feinsinnige „Kenner“ bestimmter Ausdrucksweisen stieß, die ihren „Sprachschatz“ heiter und kommunikativ mit dem Mundartdichter offen legten. Canapees, Getränke und angenehme Gespräche hielten diese Matinee unter Sportlern wie Geehrten weiter in einer angenehmen Stimmung vom Morgen bis in den Mittag.
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