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Zwei neue Gesundheitszentren für Tsunami-Geschädigte in Madagaskar eröffnet
Stadt Frankfurt hat den Bau finanziell unterstützt
 
(31.07.08) Die Flutkatastrophe vom 26. Dezember 2004 hat vor allem in Südostasien riesige Zerstörungen angerichtet und über zweihunderttausend Menschenleben gefordert. Der Tsunami richtete aber auch an weiter entfernten Küsten des Indischen Ozeans große Schäden an, etwa an jenen Madagaskars.

In Frankfurt startete nach der Tsunami-Katastrophe eine große Hilfsaktion, die den Wiederaufbau auch in diesen Regionen unterstützte. Zwei Projekte, die die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in der madagassischen Hafenstadt Manakara vorantrieb, sind jetzt abgeschlossen: Das Stadtbasisgesundheitszentrum von Maroalakely wurde renoviert und erweitert und das Schulgesundheitszentrum der Hafenstadt komplett neu gebaut. Die Gelder für diese wichtigen Gesundheitseinrichtungen in einer der ärmsten Regionen Madagaskars stammten von privaten Spendern und aus einer Zuwendung der Stadt Frankfurt am Main.

Das Basisgesundheitszentrum dient der medizinischen Betreuung der 80.000 Einwohner Manakaras, um deren Gesundheitszustand es nicht zum Besten bestellt ist. Es wurde modernisiert und erheblich erweitert, statt über sechs verfügt es nun über zwölf Räume und hat einen zusätzlichen Raum für Toiletten erhalten. Das zweite Gebäude mit seinen acht Räumen wurde zur Betreuung der Schulkinder errichtet. Mithilfe der Zuwendung der Stadt Frankfurt und den privaten Spendengeldern wurden zudem Möbel angeschafft und das Gesundheitspersonal ausreichend geschult.

Die Einrichtungen wurden vor wenigen Wochen feierlich eröffnet. Die Einwohner der Hafenstadt haben sich dabei sehr herzlich bei der Frankfurter Bevölkerung für diese wertvolle soziale Hilfe bedankt.

Gut ausgestattete Gesundheitszentren sind gerade in Zeiten von Naturkatastrophen – seien es Tsunamis, seien es Wirbelstürme – in bitterarmen Landstrichen unverzichtbar. Auch die madagassischen Regierungsstellen räumen der Verbesserung der Gesundheitsstrukturen hohe Priorität ein, da sie sich in einem "jämmerlichen Zustand" befinden. Das Managementteam des Gesundheitsdistrikts von Manakara in der Region Vatovavy Fitovinany wird die Gesundheitszentren nun regelmäßig beaufsichtigen, um eine gleichbleibende Qualität der Dienstleistungen zu gewährleisten. Außerdem wird die Stadtgemeinde die Gebäude warten und unterhalten.

Zudem hat die Stadt Frankfurt am Main den Wiederaufbau des vom Tsunami betroffenen indischen Fischerdorfs Indiranagar unterstützt und – aufgrund eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom März 2005 – auch anderen betroffenen Regionen in Somalia und Indonesien nachhaltig beim Wiederaufbau geholfen.
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