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Frankfurter Stadtteile
40 Jahre Vereinsring Gallus
Festakt mit der Oberbürgermeisterin und vielen Gästen
 
(15.09.08) Gallus – 40 Jahre Vereinsring Gallus ist wahrhaftig ein Grund, dieses herausragende Ereignis festlich zu begehen. Mit Freude hatte Oberbürgermeisterin Petra Roth für diese Jubiläumsveranstaltung die Schirmherrschaft übernommen. Vereinsringvorsitzende Andrea Diemer-Schippler und ihrem tüchtigen Team ist es eindrucksvoll gelungen, die akademische Feier zur Festveranstaltung und das anspruchsvolle Abendprogramm zu gestalten. Und das Festgeschehen zum 40jährigen Bestehen wird gewiss in der Vereinsringchronik entsprechend gewürdigt.


Blumen für Schirmherrin Petra Roth, überreicht von Markus Rauchfuß, Stellvertreter von Andrea Diemer-Schippler (re).
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Willkommen geheißen wurden die Festgäste zur akademischen Feier im großen Saal der Saalbau GmbH in der Frankenallee. Schirmherrin Petra Roth lobte die unverzichtbare Arbeit des Vereinsrings und bekannte zugleich, dass ihr Gallus, Frankfurts internationalster Stadtteil mit der großen Integrationskraft, besonders am Herzen liegt. Saalbau Gallus, sozusagen die zweite Heimat der Vereinsringmitglieder, ist eines der ersten Bürgerhäuser und ein Haus der Geschichte, so die Oberbürgermeisterin „Hier fand der weltweit beachtete Auschwitz-Prozess statt, der zugleich eine Botschaft deutscher Demokratie war“, sagte Petra Roth und zitierte Ignaz Bubis, den langjährigen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Deutschland: „Wer bleiben will, der baut ein Haus.“ Weiter führte die Römerchefin aus, dass Vereinsringe bürgerschaftliche Verantwortung übernehmen und mit ihrer multikulturellen Vielfalt ein Stück Avantgarde darstellen, also eine Zukunftswerkstatt. Vereine seien ein Kreativpool, ein Speicher für Wissen und Erfahrung. Mit Freude erinnerte die Oberbürgermeisterin auch an den kürzlichen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Kita der Friedensgemeinde im Gallusviertel.

„Ich kann mir eine Stadt ohne Vereine gar nicht vorstellen“, bekannte Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Bührmann in seinem Grußwort. „Vereine führen Menschen zusammen und tragen in erheblichem Maße dazu bei, dass sich Vereinsamung nicht ausbreitet. Bührmann hob auch die Stadtteilkultur hervor, die ebenso wichtig sei wie die sogenannte Hochkultur.

Als Freund der Vereine gilt auch Bundestagsabgeordneter Gregor Amann, der Gallus-Nachbar, der im Gutleutviertel zuhause ist. Gallus mag nicht der schönste und der grünste und nicht der unterhaltsamste Stadtteil sein, so Amann, jedoch ist Gallus ein Stadtteil zum Wohlfühlen, „denn hier werden Fremde zu Freunden und das mitmenschliche Miteinander wird besonders groß geschrieben.“ Ein Zitat aus Amanns Grußwort in der Festschrift lautet: „Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss“ (Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer).

Auf die historische Bedeutung und die Kontinuität der Saalbau GmbH wies deren Geschäftsführer und `Hausherr` aller Frankfurter Saalbau-Gebäude Dr. Andreas Eichstaedt hin, denn „Saalbau ist der steingewordene Beweis dafür, dass das, was einst gesagt wurde, ernst gemeint ist“. Dann gab Eichstaedt einen Kurz-Rückblick über Weltereignisse von vor über 40 Jahren. Dabei erinnerte er an das unruhige Jahr 1968 und die Gründung des Vereinsrings Gallus. „Was wäre die Saalbau GmbH ohne die Vereine?“ fragte er schmunzelnd und freut sich auf weitere konstruktive Zusammenarbeit.


Bernd Weiner aus Leipzig und Begleitung (li) mit Andrea Diemer-Schippler
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Große Überraschung waren die von Bernd Weiner, dem Vorsitzenden des Leipziger Stadtverbands Kleingärten, überbrachten Glückwünsche. Bernd Weiner erinnerte an die erste Zusammenkunft des Vereinsrings Gallus mit seinem Verband vor 15 Jahren, der eine große Hilfe war. Bei dieser Gelegenheit erwähnte Bernd Weiner, dass es in Leipzig auch eine Kleingärtner-Museum gibt, „das einzige in der Welt“.

Weitere Grußworte sprachen Wolfgang Kreickmann (Ortsvorsteher des Ortsbeirats 1), Elisas Jreisat (Gewerbeverein Gallus) und Ulrich Baier (Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher) sowie und Thomas Kirchner (Stadtverordneter), der Gallus als „Frankfurts größtes Herz“ bezeichnete.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von der Harfenistin Jenny Ruppik, die für ihre wunderbare Darbietung viel Applaus erhielt. Die Künstlerin hat bereits solistisch und kammermusikalisch im In- und Ausland konzertiert.

Nach dem offiziellen Teil wurde das Büffet eröffnet und es bestand noch ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
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