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Kultur (Frankfurt)
„Roses Geheimnis“, eine etwas andere Liebesgeschichte von Neil Simon
Premiere am 9. September im Fritz Rémond Theater im Zoo
(30.07.10) Rose Steiner, erfolgreiche Schriftstellerin und zweifache Pulitzer-Gewinnerin, ist seit vielen Jahren Walsh McLaren, dem ebenso berühmten Autor von Kriminalromanen, in tiefer Liebe verbunden. Rose und Walsh sind das perfekte Paar. Sie streiten und vertragen sich, sind zärtlich und leidenschaftlich, diskutieren und plaudern – immer liebevoll beobachtet von der Schriftstellerin Arlene, einer Freundin und Assistentin von Rose. Umso fassungsloser ist Rose, als Walsh ihr eröffnet, er werde sie in vierzehn Tagen für immer verlassen. Sozusagen als Abschiedsgeschenk, damit sie alle finanziellen Sorgen los ist, schlägt er ihr vor, seinen unvollendeten Krimi „Remis in Mexiko“ mit Hilfe des Krimi erfahrenen jungen Autors Gavin Clancy als Ghostwriter zu vollenden. Allein wäre Rose dazu nicht in der Lage, weil sie noch nie einen Thriller geschrieben hat.


Mit bewundernswürdiger Leichtigkeit entführt der Theaterzauberer Neil Simon das Publikum in eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, in der nicht immer alles so ist, wie es scheint. Es ist ein überraschendes, berührendes und sehr unterhaltsames Stück, ein hintergründiges, psychologisches Verwirrspiel, das sowohl spannend als auch augenzwinkernd komisch ist.

Unter der Regie von Frank Matthus spielen Doris Kunstmann, Wolfgang Häntsch, Julia Thurnau und Johannes Richard Voelkel

Vorstellungen: vom 9. September bis 17. Oktober 2010 Di. – Sa. 20.00 Uhr, So. 18.00 Uhr, Mo. keine Vorstellung, Samstag, 25.9.2010, 16.00 Uhr Nachmittagsvorstellung.

Theaterkasse: (069)435166. Online-Buchungen: www.fritzremondtheater.de
Fritz Rémond Theater im Zoo, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt am Main

Autor Neil Simon
„Entweder ihr werdet anständige Menschen, lasst die Schreiberei sein und macht eure Schule zu Ende, oder ihr seht zu, wie ihr allein fertig werdet.“ Zum Verdruss ihrer Eltern haben die Gebrüder Neil und Danny Simon nicht mit der Schreiberei aufgehört, sondern das Metier zu ihrer Leidenschaft erklärt.

Neil Simon wurde am 4. Juli 1927 in New York City geboren und ist im jüdischen Viertel in Brooklyn aufgewachsen. Bereits in jungen Jahren begann er, zusammen mit seinem Bruder, Sketche und Drehbücher für das Theater oder Fernsehen zu verfassen. Doch während es Danny bald nach Hollywood zum Filmgeschäft zog, wagte Neil das quasi Unmögliche; den mutigen Sprung auf die New Yorker Bühnen.

Mit „Barfuß im Park“ landete er dort schließlich 1963, ohne kleinste Anzeichen von Blessuren, und erlebte seinen Durchbruch mit dem jungen, emporstrebenden und unverbrauchten Robert Redford. Ein erster Meilenstein war gelegt, erste Kritiken gesichert und ein Name geschaffen. Bald schon kamen weitere Erfolge, wie „The Odd Couple“ mit Walter Matthau 1965 oder „The Sunshine Boys“ 1972 hinzu, die den Namen Neil Simon immer mehr zur Marke werden ließen. Seine Gesellschaftskomödien, die auch in großer Anzahl zur Verfilmung gelangten, wurden legendär und machten Simon zum Star des sogenannten Boulevardtheaters.

Für „The Odd Couple“ gewann er den Toni Award, für „Lost in Yonkers“ den Pulitzer- Preis, er erhielt den American Comedy Award für sein Lebenswerk und den Golden Globe Award für das Drehbuch von „The Goodbye Girl“. Außerdem war er vier Mal für den Academy Award nominiert, in der Rubrik: Bestes Drehbuch. Neben seiner Film- und Bühnenarbeit machte sich Simon auch als Produzent von Musicals einen Namen. Seine bekannteste Arbeit in diesem Genre ist „Sweet Charity“.

Der New Yorker lebt auch heute noch in seiner Geburtsstadt, zusammen mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Elaine Joyce. Er ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern.
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